Darum gehts in dieser Folge

Tempeh ist eines der ältesten fermentierten Lebensmittel der Welt – und in Deutschland trotzdem noch weitgehend unbekannt. Das ändert sich gerade. In dieser Episode spreche ich mit Merle Scheer und John Wreth, den Gründern von FourTaste aus Lübeck, die Tempeh aus heimischen Süßlupinen und gelben Erbsen herstellen. Kein Soja, keine Kompromisse beim Geschmack.

Wir reden darüber, was Tempeh eigentlich ist, wie die Pilzfermentation funktioniert und warum das Ergebnis nutritiv gesehen Tofu und Seitan klar hinter sich lässt. 22 Gramm Protein und 9 Gramm Ballaststoffe auf 100 Gramm – das ist keine Marketingaussage, das ist Laborergebnis. Und weil der Pilz die Makronährstoffe bereits vorverdaut, ist Tempeh auch für Menschen mit empfindlichem Verdauungstrakt verträglich, die sonst mit Hülsenfrüchten kämpfen.

Dazu gibt es praktische Küchentipps: Wie wird Tempeh knusprig, ohne trocken zu werden? Warum ist die Marinade bereits im Produkt? Und lässt sich daraus wirklich eine Schokoladenpraline machen? Spoiler: ja, und sie klingt verdammt gut.

Merle und John haben FourTaste vollständig aus eigener Kraft aufgebaut – kein Investor, kein Rückenwind von außen. Zweieinhalb Jahre, viel Aufklärungsarbeit in der Gastronomie, eine Aktionswoche bei Budni und ein frisch gestarteter Onlineshop. Sie erzählen offen, was schwer war, was sie gelernt haben und warum sie trotzdem weitermachen.

Eine Episode für alle, die Tempeh noch nicht kennen – und für alle, die es kennen und endlich verstehen wollen, warum es so viel mehr ist als eine weitere Fleischalternative.